[Rezension] Die Seiten der Welt - von Kai Meyer


Inhalt: 
Furia ist eine angehende Bibliomantin - sie kann Magie mit Büchern wirken und besitzt eine Menge geheimer Kräfte. Allerdings hat sie noch nicht mit ihrem Seelenbuch zusammengefunden, weshalb sie eben nur 'angehende' Bibliomantin ist. Zu schade, dass ausgerechnet jetzt ihre ganze Welt aus den Fugen gerät und sie plötzlich ohne ihren Vater und ihren Bruder in eine richtige Bücherstadt reisen muss, um sich selbst, ihre Familie und ihre einzige Erinnerung an ihre Mutter zu retten. 

Meine Meinung:
Ich muss sagen, zu Anfang war ich richtig begeistert mit dabei bei diesem Buch. Ich habe die ersten hundert Seiten nur so heruntergeschlungen. Dabei war ich eher skeptisch, da ich schon andere Kai Meyer-Bücher gelesen hatte und dabei nicht ganz überzeugt gewesen war. Nun gut, diesmal war ich sofort drin und ich finde halt einfach die Idee eines Buches, das sich nur um Bücher dreht richtig toll. Was will man als Leseratte schließlich noch mehr? Die Charaktere, insbesondere Furia, sind mir nicht richtig nahegekommen, auch wenn ich ihre Liebe zum Lesen und zu den Büchern teile und absolut nachvollziehen kann. Ab etwa der Mitte des Buches ist mir dann wieder passiert, was mir bisher bei Kai Meyer schon passiert ist: Er hat mich überfordert. Zu viele Schauplätze, zu viele Charaktere, zu viel Handlung, zu viele Verstrickungen, zu viel Exotik. Das war dann irgendwann nicht mehr so gut für mich und ich habe das Buch jeweils lange weggelegt und dann Mühe gehabt, wieder richtig reinzukommen. Ich bin mir leider auch nicht ganz sicher, was ich hier dagegen machen könnte, denn eigentlich würde ich gerne auch Band zwei und drei lesen, aber ich weiss noch nicht, ob die Voraussetzung dafür die Richtige ist. 

Mein Highlight:
Das waren die Schnabelbücher. Wer das Buch nicht kennt, sollte nicht unbedingt weiterlesen, aber das sind Bücher, die ähnlich wie Gockel aufeinander losgehen und kämpfen in der Mitte einer Arena, während rundherum Wetten abgeschlossen werden. Ich persönlich fand das total grausam, besonders weil ich ja immer so sorgfältig mit meinen Büchern umgehe, aber die Idee an sich war witzig.

Meine Empfehlung:
Ich denke man muss verstrickte Fantasy mögen und einen langen Schnauf haben, um dieses Buch zu lesen. Ich habe auch die Sturmkönige von Meyer gelesen und kann es empfehlen, all jenen, die 'Die Seiten der Welt' genossen haben.

Das Cover:
Einfach nur speziell und schön. Ich habe das Buch mit Schuber und es ist eine richtige Kostbarkeit, die einfach wundervoll anzusehen ist. Aber auch das typografisch gestaltete Cover finde ich sonst schön. Schutzumschlag war wie immer nervig!

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar?
Das bleibt definitiv im Regal. Ich habe es zwar gebraucht erstanden aber in was für einem super-Zustand. Es ist definitiv wert, für immer in meinem Besitz zu bleiben. Ob Band zwei und drei aber dazukommen, da bin ich noch unsicher.

Der Autor:
Ich kenne Kai Meyer von der Sturmkönige-Reihe. Meine Schwiegermama hat diese aber besser gemocht als ich. Sein komplizierter Schreibstil fordert den Leser mehr als nur ein bisschen heraus. Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.

Links:

[Gastrezension] Salt and Storm - Für ewige Zeiten - von Kendall Kulper


Eines Nachts träumt Avery Roe, ein 16-jähriges Mädchen aus New Bishop auf der Atlantikinsel Prince Island, von ihrem eigenen Tod, den sie nur verhindern kann, wenn sie zur vollwertigen Roe-Hexe wird, wie es alle ihre weiblichen Vorfahren waren. Sie versucht also auf verschiedenen Wegen das Haus ihrer Mutter zu verlassen, um zu ihrer Großmutter zurückzukehren, die ihr das Amt der Hexe übertragen kann, aber Avery ist mit einem Fluch belegt, der sie daran hindert. Sie nimmt die Hilfe von ihrem guten Freund Tommy Thompson in Anspruch, der viel für sie riskiert, und lernt außerdem Tane kennen, einen Jungen von außerhalb, der für seine Dienste eine Gegenleistung verlangt und in den sie sich verliebt. Als Avery endlich die Chance erhält zu ihrer Großmutter zu gelangen, muss sie sich entscheiden: sterben oder sich von Tane das Herz brechen lassen…

Dieses Buch enthält eine sehr lebendig erzählte Geschichte, die drei interessante Themen ineinander verflicht: die Liebe, die Geschichte und die Magie. Durch einen sehr abrupten Einstieg wird man sofort in die Geschichte der Roe-Frauen katapultiert, die viele dunkle Geheimnisse birgt und den Leser fesselt. Hier werden erste Facetten der Macht der Hexe von Prince Island geklärt und man bekommt einen ersten Eindruck der Charaktere, besonders bei Avery, die man durch die Anfangsszene schon als kleines Kind kennenlernt, und somit das Gefühl hat, sie schon ewig zu kennen. Nach und nach wird auch die Figur von Tane in die Handlung immer mehr einbezogen, anfangs erfährt man nur sehr wenig von ihm, sodass er mysteriös erscheint, was sich auch mit zuspitzender Situation eher nicht legt. Tane ist insgesamt eine sympathische Figur des Buches, aber ich hätte mir gewünscht, dass er und seine Beweggründe erklärt werden. Alles in allem kommt man gut mit dem Lesen dieses Romans klar, weil er sehr abwechslungsreich geschrieben ist und viele Genre bedient (z.B. History, Romance, Fantasy).
Mich haben bei diesem Buch besonders die einzelnen Rückblicke in die gemeinsame Vergangenheit von Avery und ihrer Großmutter erfreut, da diese den Ablauf der Geschichte ein wenig auflockern und dabei helfen, die Figur des jungen Mädchens im Zwiespalt zu verstehen. Meine persönliche Lieblingsszene ist die, bei der Tane einen Zauber für Avery wirkt und sie deshalb tätowiert. Hier merkt man die Intimität zwischen den beiden, in die man sich super hineinversetzen kann.


Ich heiße Maria, bin 16 Jahre alt und eine begeisterte Leserin. Am liebsten lese ich Thriller, Krimis , Fantasyromane und Liebesgeschichten mit Happyend. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, mal eines meiner Lieblingsbücher zu rezensieren, aber es wollte nie so richtig klappen. Als ich gelesen hatte, dass eine Bloggerin nach Gastrezensionen sucht, war ich sofort von der Idee begeistert und so entstand diese Rezension.

Blog des Monats April



Nenne mir zuerst deinen Lieblingsmonat
Mein Lieblingsmonat ist der April - nicht nur weil ich da geboren wurde, sondern auch, weil da gerade so langsam die Natur erwacht … Der Frühling bringt Neues in die Welt - es ist für mich ein sehr poetischer, kraftvoller Monat.

Was bedeutet dein Blogname? Wie bist du darauf gekommen und hast du ihn auch schon geändert?
Mein Weblog heißt Buchnotizen, er ist entstanden, als ich gerade Mama geworden im September 2007. Mir gefiel der Name gleich auf Anhieb, ich hatte lange überlegt, wie ich meinen Weblog nennen sollte, und der Name kam mir des Nachts im Traum. Im Oktober 2007 habe ich dann meinen ersten Post geschrieben, d.h. die famosen Buchnotizen feiern im Oktober 2007 ihr 10-jähriges Blog-Jubiläum!

Was war deine bisher schlimmste Erfahrung als Bloggerin?
Bisher hatte ich zum Glück keine schlimme Erfahrung als Bloggerin, im Gegenteil, ich habe sehr liebevolle und wertschätzende Leser. Ich habe die tollsten Leser der Welt ;-)!

Was muss ein Autor oder eine Autorin tun um ein Buch für dich zum Must-Read zu machen?
Nun er muss mich natürlich mit seinen Worten ver- und bezaubern. Meine Gefühle beim Lesen aktivieren und mich alles um mich herum vergessen lasse, während ich in seinem Buch lese. Und er sollte mir Lust machen, sein Buch ein zweites Mal zu lesen. Er muss einfach selbst fühlen, was er schreibt. Dann kann ich das auch fühlen!

Cover oder Klappentext, was ist dir wichtiger?
Beides auf seine Art. Ist das Cover anziehend, schaue ich auf den Klappentext, verzaubert mich beides, ist das Buch gekauft ;-)! Gefällt mir z. B. das Cover nicht, aber der Klappentext macht Lust auf das Buch, dann lese ich mich etwas ein …

In welchen Buchcharakter würdest du dich gerne mal für einen Tag verwandeln?
In Hermine Granger ;-)!

Welchen Autor oder welche Autorin möchtest du unbedingt einmal treffen?
Ich würde gerne einmal Joanne K. Rowling treffen und mit ihr intensiv über Harry Potter sprechen.
Astrid Lindgren ist ja leider nicht mehr am Leben, mit ihr hätte ich mich auch gerne einmal unterhalten.
Ach ja und Ingo Siegner, der Autor der Kinderbuchserie „Der kleine Drache Kokosnuss“ wäre sicher auch ein sehr lustiges Treffen ;-).

Was ist das Seltsamste, was dir je in deiner Karriere als Buchbloggerin passiert ist?
Mich hat mal jemand gefragt, wo man mein Weblogbuch „Buchnotizen“ kaufen kann ;-)! Das war ganz am Anfang, ich glaube derjenige wusste damals einfach nicht, was ein Weblog ist ;-).

Was ist die witzigste Begebenheit rund um das Bloggen und Lesen, die dir passiert ist?
Oh ich habe mal das Buch „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche im Zug gelesen und es entstand eine lustige Diskussion, ob das Buch nun lesenswert sei oder nicht … Viele fanden den Titel merkwürdig und abstoßend. Ich habe es damals im Rahmen einer Lesung gekauft und es auch signiert bekommen, aber es hat mir nicht gefallen und so habe ich es meinem Mann mit in die Firma zum Schrottwichteln gegeben ;-). Ich kenne eigentlich niemanden, dem dieses Buch gefallen hat, und doch war es so erfolgreich.

Wen würdest du gerne mal interviewen?
Joanne K. Rowling und den Chef vom Carlsen Verlag ;-)

Wenn dein Leben ein Buch wäre, wie würde der Titel lauten?
Gelebte Liebe ;-) oder Die Kunst, fröhlich sein Ich zu genießen

Wo kannst du absolut nicht lesen?
Schwierig ist es im Zug, weil ich immer angesprochen werde ;-). Oder im Bett, weil ich sehr schnell einschlafe, sobald ich liege ;-)!

Was ist das schlimmste Buch, das du je gelesen hast?
In letzter Zeit: Francis Plugs Handbuch für Autoren
Damals, siehe oben: Feuchtgebiete

Welchen fiktiven Buchschauplatz würdest du gerne mal besuchen?
Die Winkelgasse ;-)

Gibt es Buchcharaktere, die nach deinem realen Namen benannt sind? Welche?
Bis jetzt nicht ;-)

Welche magische Fähigkeit hättest du gerne?
Zaubern und fliegen können

Wenn du in einem Krimi dabei wärst: Welche Rolle würde dir besser gefallen? Polizist oder Privatdetektiv?
Lieber der Privatermittler, der früher Polizist war ;-)

Wenn du ein Tier als ständiger Begleiter haben könntest, was wäre es?
Eine Katze. Und ein Einhorn ;-).

Würdest du lieber Hogwarts besuchen oder nach Mittelerde reisen?
Oh das ist eine schwere Entscheidung: Ich würde schon gerne mal Aragorn live erleben ;-) und auch das Auenland und die Feen besuchen, aber ich denke ich würde mich dann doch für Hogwarts entscheiden ;-)

Was trinkst du am liebsten während dem Lesen?
Wasser und Tee ;-)

Was ist einzigartig an deinem Blog?
Ich ;-), meine Gabe die Energien der Bücher so wahrzunehmen, wie der Autor das Buch auch schreiben wollte (man nennt mich auch die „Buchflüstern“ ;-) und mein Faible für Rot-weiß-kariertes, gemütliches Design. Ich sammele alles, was rot-weiß-kariert ist ;-)

Hier kommt ihr zum Blog.

[Mein Buch] Nil Cam

[Rezension] Im Schatten der goldenen Akazie - von Christiane Lind


Inhalt:
Franziska reist nach einem bösen Verrat Hals über Kopf nach Australien, wo sie sich schliesslich auf die Suche nach einer Verwandten macht und mit dieser gemeinsam tiefer in die Familiengeschichte eintaucht. In der Vergangenheit haben Victoria und Catherine ebenfalls verschiedene Wege eingeschlagen, nachdem Victoria Catherines Liebhaber geheiratet hat. Sie erleben in völlig verschiedenen Welten die Frauenrechtsbewegung und die Suche nach der grossen Liebe.

Meine Meinung:
Ich habe Christiane Lind ja erst im Januar kennengelernt, aber schon ihr erstes Buch, ein Roman über Guatemala, konnte mich vollkommen überzeugen. Da ich dort an einer Blogtour teilgenommen habe, bekam ich als Dankeschön ein zweites Buch zugesandt, diesmal über Australien. Nun und dieses Buch hat mich noch viel rascher fesseln können, als das erste. Denn die Protagnoistin ist nicht viel älter oder jünger als ich und erlebt gleich zu Anfang ein unvorstellbares Beziehungsdrama. Sie verliert dabei Familie und Freund und reist kurzerhand nach Australien. Das finde ich total mutig und ist in meinen Augen die richtige Lösung bei einer solchen Katastrophe: Einfach mal abtauchen. Deswegen konnte ich ihre Gedankengänge sehr gut nachvollziehen. Die Story hingegen um den Dachboden und das Buch, das über die Familie geschrieben werden will, das kannte ich schon aus dem Guatemala-Roman und war über diese Wiederholung nicht gerade begeistert. Ansonsten war es aber wieder ein fesselndes und spannendes Buch, das ich nur ungern weggelegt habe. 

Mein Highlight:
Meine Nachbarin war zum Zeitpunkt als ich das Buch las in Australien und hat mich mit Fotos auf dem Laufenden gehalten. So konnte ich mir das Ganze viel besser vorstellen und kam mir umso mehr vor, als wäre ich manchmal auf der Reise mit dabei. 

Meine Empfehlung:
Dieser Roman ist für alle Menschen, die Australien schon zugetan sind, ebenso wie für Menschen, die gern ein wenig Fernweh zwischen den Buchdeckeln suchen. Die Geheimnisse kommen nicht zu kurz, doch das Buch ist auch ein fundiert recherchierter, historischer Roman, der sich sehr flüssig liest und einem viele Lesestunden bereitet.  

Das Cover:
Es stammt wieder einmal aus der Feder meiner Lieblingsdesignerin, Sarah Buhr. Es ist wunderschön und farblich total passend, sowie allgemein sehr stimmig auch in Bezug auf den Inhalt. Ich habe es wirklich gemocht und es kommt nun zu meinen anderen Büchern ins Regal.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar:
Oben schon geschrieben: Das Buch behalte ich, besonders auch wegen der Widmung und weil es so ein schönes Geschenk ist. Meine Mama wird das Buch bestimmt auch gerne mal ausleihen wollen. 

Die Autorin:
Ich habe vor zwei Monaten bei meiner ersten Blogtour mitgemacht und da Christiane Lind kennengelernt. Ihr erstes Buch hat mich nach Guatemala entführt und dieses habe ich als Geschenk für meine Mithilfe erhalten. So schön und ein total lieber Kontakt. Ihre Bücher lohnen sich einfach, sie sind spannend geschrieben und super recherchiert, sowie sehr farbig vom Stil her! Danke an dieser Stelle noch einmal!

Links:
Hier könnt ihr das Buch bestellen.
Hier kommt ihr zur Webseite der Autorin. 

[Interview] Die Autorin Silvya Klinzmann schreibt in Spanien ihre Bücher


Wer bin ich?
Mein Name ist Sylvia Klinzmann, ich bin 51 Jahre alt und lebe seit 30 Jahren in Spanien, an der Costa Blanca, wo ich in der Tourismusbranche arbeite. Ich habe bereits in der Schule mit dem Schreiben von kleinen Geschichten angefangen. Schreiben bedeutet für mich Entspannung, das Abtauchen in andere Welten/Zeiten. Wenn man einmal damit anfängt, ist es wie eine Sucht, von der man nicht mehr loskommt.


Wie viele Prozent deiner Bücher mit Frauen in der Hauptrolle sind autobiografisch?
Keines meiner Bücher ist autobiografisch. Allerdings kann es schon mal vorkommen, dass vielleicht eine der weiblichen Personen in meinen Büchern auch etwas mag oder nicht mag, was ich mag oder nicht mag.

Wie lange hast du an deinem letzten Buch (Im Schatten des roten Stieres) geschrieben?
Reine Schreibzeit ca. ein Jahr, dann kommt aber noch mal mindestens ein Jahr Vorlaufzeit für die Recherche, da es sich um einen historischen Roman handelt.

Welche Szene daraus hättest du total gerne miterlebt?
Die Szene, wo die Mutter meiner Protagonistin ihren Bruder wiedersieht, von dem sie angenommen hatte, dass er auf dem Scheiterhaufen gestorben war.

An welchen Schauplatz aus deinem Buch würdest du gerne mal gehen?
Auf die Piazza della Signoria in Florenz, wo der Prediger Savonarola verbrannt worden ist.

Mit welchem Charakter aus deinem Buch würdest du eine Bank überfallen? Da es sich um einen historischen Roman handelt: Welches Verbrechen würdest du stattdessen gern mit einem deiner Charaktere begehen?
Die Frage kann ich nicht beantworten, da ich ein sehr korrekter Mensch bin, würde ich generell kein Verbrechen begehen.

Und mit welchem gerne ins Bett hüpfen?
Mit Giacomo di Luna, dem Liebsten meiner Protagonistin

Zu welcher Uhrzeit ist der Grossteil deines Buches entstanden?
Immer, wenn ich Zeit hatte (neben der Arbeit), oft natürlich abends, am Wochenende auch tagsüber.

Wem hast du als erstes von deiner Tätigkeit als Autorin erzählt?
Als erstes haben es natürlich mein Mann und meine Kinder mitbekommen, dann habe ich es meinen Eltern erzählt.

Deine Buchcover sind sehr vielseitig. Erzähle uns doch, wie sie entstehen, besonders das letzte (meiner Meinung nach wunderschön übrigens).
Danke für das Kompliment. Die Cover zu „Die Stickerin von Sevilla“ und zu „Das Möwenhaus“ habe ich selbst ausgesucht bei istockfoto. Der AAVAA Verlag hat es dann bearbeitet. Das Cover zu „Im Schatten des roten Stieres hat die Grafikabteilung des books2read Verlags entworfen. Ich finde es auch sehr ansprechend und passend zum Inhalt des Romans.

Wirst du manchmal auf der Strasse erkannt? Du lebst in Spanien - wie ist es dazu gekommen?
Haha, so berühmt bin ich leider noch nicht.
Ich bin damals mit meinem Mann, meinen Eltern und meiner Oma nach Spanien ausgewandert. Wir hatten Lust auf eine Veränderung und haben ein kleines Restaurant eröffnet. (Sprung ins kalte Wasser sozusagen, aber noch nie bereut!)

An was schreibst du aktuell?
Ich plane gerade den Plot eines Liebesromans, der in der heutigen Zeit und überwiegend in Italien spielen wird. (Mein Mann ist halber Italiener und Italien ist neben Spanien mein absolutes Traumland)
Was ist dein absoluter Wunschtraum als Autorin?
Der Wunschtraum, den wohl alle Autoren träumen: Irgendwann mal vom Schreiben leben zu können.

Was war dein allererster Berufswunsch als Kind?
Ich wollte immer im Reisebüro arbeiten. Habe schon als kleines Kind zuhause mit Prospekten gespielt. Nach dem Abi habe ich dann eine Lehre als Reiseverkehrskauffrau gemacht.

Was möchtest du anderen Jungautoren mit auf den Weg geben?
Ihr müsst immer an euch und euren Traum glauben und viel Geduld mitbringen. Nicht aufgeben, auch wenn es mal Kritik hagelt. Daraus kann man nur lernen. Und neben dem Schreiben nicht vergessen: lesen, lesen und immer wieder lesen!

Welcher berühmten Person würdest du dein letztes Buch gerne schenken und warum?
Ich würde mein letztes Buch Steven Spielberg schenken. Der wäre dann mega begeistert von dem Stoff und würde einen Film draus machen.

Wie sollen die Leser deines Buches das Buch lesen? Welche Tageszeit, welche Getränke dazu, welche Stimmung, welcher Leseplatz? Wo würdest DU dein Buch gerne lesen?
Meine Leser sollen mein Buch dort lesen, wo sie sich am besten entspannen und in die Vergangenheit abtauchen können. Das kann mit einer Tasse Tee gemütlich auf der Couch sein, abends im Bett oder im Urlaub am Strand auf dem Liegestuhl. Egal wo, Hauptsache, sie können abschalten und die Probleme des Alltags für eine kurze Zeit vergessen.
Ich lese am liebsten draußen auf der Terrasse unter unserem Algarrobo-Baum (Johannisbrotbaum). Der soll angeblich schon über 500 Jahre alt sein.

[Rezension] The Crow Chronicles - von Kira Beauchamp

Inhalt:
Eine Welt, in der sich Menschen, Gargoyles und Krähen bekämpfen. Eine handvoll junger Leute, die allesamt nicht nur auf der Suche nach sich selbst sind, sondern auch plötzlich vor eine wichtige Entscheidung gestellt werden. Ein Krieg, der Gefühle zerstört oder ewige Wut entfacht.

Meine Meinung:
Es handelt sich hierbei ein Kurz-eBook. Meist ist es da schwerer, mehr als ein paar Worte zu sagen, aber ich muss wirklich betonen, wie sehr mir die Autorin Lust auf mehr gemacht hat. Bisher hat sie sechs Bände angekündigt, der erste hat mir auf jeden Fall schon Mal gefallen.

Mein Highlight:
Die Neuinterprätation von altbekannten Fantasy-Völkern. Ich bin da schon sehr gespannt darauf, was noch kommt und wie sich die drei Völker und ihre Vertreter unterscheiden und weiterentwickeln.

Meine Empfehlung:
Ich denke dass hier eine klassische Fantasy-Story mit eigener Welt entsteht. Deswegen empfehle ich sie allen Fans, die mehr wollen als eine Lovestory und die mutig genug sind, sich auf eine Kurz-eBook-Reihe einzulassen.

Das Cover:
Wow. Wunderschön. Ich bin sowieso ein Fan von Sarah Buhr und auch wenn mich das Cover nicht inspiriert hätte (ich schreibe einfach eine andere Richtung), muss ich im Nachhinein sagen, dass es total gut zur Geschichte passt. Im Laden hätte ich es auf jeden Fall gekauft.

Die Autorin
Kira Beauchamp ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die bisher andere Genres geschrieben hat.

Links:

[Mein Buch] P. Tiger Ray

[Rezension] Gezeitenkinder und die Magie der Delfintherapie - von Anna-Tina Lang


Inhalt:
Eine Mutter erzählt, wie sie mit ihrer schwer behinderten Tochter nach Curacao fliegt, um dort mit einer Delfintherapie vielleicht etwas verbessern zu können. Doch dieses Land und diese faszinierenden Tiere tun so viel mehr für Anna-Tina und ihre Familie. Dabei fällt es gar nicht leicht, besonders um Anna-Tinas Tochter Janina, die mit einer schweren Behinderung lebt, jemals den Mut zu verlieren. 

Meine Meinung: Dieses Buch habe ich von einer Frau erhalten, der Autorin, die auf Facebook ein wenig von ihrer Geschichte erzählt hat. Ich habe mich sofort zu ihr und der Geschichte hingezogen gefühlt und ihr angeboten, das Buch zu lesen und euch, meinen lieben Lesern, vorzustellen. Niemals hätte ich dabei gedacht, dass es mich so berühren würde. Viele, die sonst dieses Buch lesen, tun dies wohl, weil sie selbst mit einem besonderen Kind gesegnet wurde. Ich jedoch habe es mehr wegen der Delfinen und der karibischen Umgebung getan. Dabei habe ich ein richtig tolles Mädchen und seine lebensfrohe Mutter kennengelernt. Das Buch ist ein wenig wie ein Roman geschrieben, obwohl schonungslos offen und ehrlich. Es hat ernste Seiten, doch die Erzählung wird auch durch den Humor der Autorin aufgelockert. Es ist für eine Biografie erstaunlich gut geschrieben und auch wenn man am Anfang ein wenig Mühe hat, da man mitten in die Geschichte katapultiert wird, macht genau dieser lockerflockige Erzählstil später, dass man das Gefühl hat, alles mitzuerleben. Die Autorin will nicht werten oder belehren, sondern berichtet einfach, was ihr Leben schöner macht und was weniger. 

Das Cover:
Wow, dieses ist wirklich gelungen. Es fängt die Stimmung und auch den Inhalt des Buches perfekt ein und schafft dabei einen würdigen Rahmen für ein besonders Buch. Ich hätte auch im Laden danach gegriffen und das Buch wohl sogar gekauft, da mich die Autorin schon im persönlichen Gespräch auf Facebook sofort neugierig gemacht hat.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar?
Ich habe leider nur ein eBook, weshalb nicht viel damit passieren kann. Sonst würde es sicher im Regal stehen. Ich werde aber wie immer meinen Reader ab und an mit meiner Schwester tauschen, dann kann sie dieses wundervolle Buch auch geniessen.

Mein Highlight:
Das ist echt schwierig zu sagen. Ich habe bisher noch nie ein solches Buch gelesen und ausser einer Babysitting-Erfahrung auch kaum Kontakt gehabt mit Menschen wie Anna-Tinas Tochter. Ich bin mir aber sicher, dass ihre Worte gerade für Menschen in der gleichen Situation sehr hilfreich sein können, da sie enorm viel Optimismus und positive Stimmung verbreitet.

Meine Empfehlung:
All diejenigen, die sich vielleicht in einer ähnlichen Lage befinden wie Anna-Tina, oder aber die sich einfach mehr auf solche Familien mit ‚besonderen‘ Kindern einfühlen wollen, werden mit diesem Buch sehr glücklich sein. Es lohnt sich, sich von Anna-Tinas Tochter Janina und den Delfinen berühren zu lassen.


Die Autorin: Das Buch ‚Gezeitenkinder‘ ist sehr stark autobiografisch, auch wenn es sich ebenfalls im Anna-Tinas Tochter Janina, die Delfine und Curacao dreht. Sie gibt sehr viel von sich und ihrer Persönlichkeit preis, man muss sie einfach ins Herz schliessen und ihr zu diesem gelungenen Buch gratulieren. 

Links:
Hier könnt ihr das Buch bestellen.

Muss man als Buchblogger täglich ein Buch lesen, wenn man täglich posten will?



Diese Frage wurde mir tatsächlich schon mal gestellt und ich finde sie zu gut, um sie einfach privat zu beantworten. Besonders seit ich hier in diesem Artikel öffentlich bekannt gegeben habe, dass ich mit meinem Blog nicht länger nur ein Hobby betreibe, sondern auch Geld verdiene, hat sich die Aufmerksamkeit für die Art, wie ich meinen Blog führe, stetig vergrössert. Das stört mich übrigens gar nicht, denn ich bin ein sehr offener Mensch und es gibt kaum etwas, über das ich nicht gerne spreche, wenn ich ehrliches Interesse von meinem Gegenüber empfinde.

Nun, die Frage war, ob ich jeden Tag ein Buch lese. Die Antwort lautet schlicht und einfach nein. Ich habe es bisher nur bei wenigen Büchern geschafft, diese in vierundzwanzig Stunden zu beenden, darunter meine liebsten Selection-Bücher. Meist braucht man doch sehr viel geistige Aufmerksamkeit und so würde ich es nicht mal als Vollzeit-Bloggerin schaffen, so schnell zu lesen. Jedes Buch verdient, dass man sich richtig darin vertieft und es nicht schnell, schnell wegliest, damit man wieder was auf dem Blog zu posten hat. Es gibt auch Leute, die Bücher nur anlesen um dann Rezensionen zu verfassen. Ich persönlich finde das ein No-Go.

Doch was mache ich, wenn ich regelmässig oder häufig posten will? Ich persönlich finde es wichtig, auch eine gewisse Abwechslung zu haben. Deswegen gibt es mehr Möglichkeiten, als nur stur Rezensionen zu posten. 

Buch-Vorstellungen:
Man stellt ein Buch vor, das man selbst erst gekauft hat oder noch kaufen möchte. Ich in meinem Fall lasse hier gleich den Autoren den Vortritt und sie ihr Buch selbst präsentieren. Diese Rubrik heisst ‚Mein Buch‘.

Buch-Trailer:
Seit ich für mein eigenes Buch einen Trailer produziert habe, poste ich gerne ab und an auch Trailer von anderen Personen. Allerdings ist es sehr wenig verbreitet, überhaupt Buchtrailer zu machen, weshalb ihr da auch nicht allzu oft etwas zu sehen bekommt. Mir gefällt einfach die Abwechslung, die ein Video in einen Textlastigen Blog bringt. 

Interviews
Total spannend finde ich ja immer den Blick hinter die Kulissen und hiermit in die Schreibstube der jeweiligen Autoren. Meist stellen die Autoren auch gerne einige Proben ihrer Arbeit zur Verlosung zur Verfügung, was ich für meine Leser persönlich doppelt attraktiv finde. Ich nehme auch gern an Gewinnspielen teil, wenn ich zuvor ein tolles Interview gelesen habe. 

Verlagsprogramme
Ist man erstmal ein bisschen bekannt in der Buchblogger-Szene, erhält man Verlagsprogramme zugesandt oder einfach kurze Pressemitteilungen per Mail. Diese sind nicht nur für mich spannend, sondern auch für meine Leser. Aus diesem Grund möchte ich in Zukunft probieren, mehr davon an euch weiterzugeben und hier zu posten.

Buchvorschauen
Jede von uns hat ihre Lieblingsautoren oder Lieblingsreihen. Wenn ein neuer Band, ein neues Buch erscheint, dann wird darauf hingefiebert. Nun gibt es Blogger, die jeden Monat zusammenfassen, was neu auf dem Markt erscheint. Dies finde ich ziemlich aufwändig und ich bin ehrlich gesagt nur bei meinen liebsten Autoren, Reihen und Verlagen richtig gut informiert. Dafür sind dies meine liebsten Beiträge auf anderen Blogs. 

Messen
Ich war noch nie auf einer Messe. Dieses Jahr wird Frankfurt meine erste sein und ich freue mich schon unglaublich. Natürlich werdet ihr da von mir sicher Messeberichte, Pläne, Vorschau und vieles mehr zu lesen bekommen. 

Kleinigkeiten
Ich schreibe einmal monatlich einen Tagebucheintrag darüber, was bei mir so läuft. Der ist ebenfalls sehr gerne gelesen und ich finde es schliesslich wichtig, wenn die Leute wissen, dass ein Mensch hinter dem Blog schreibt. Auch das Buchzitat, das ich einmal monatlich poste, bringt nicht allzu viel Mehrwert, aber schön finde ich es trotzdem. 

Qualität vor Quantität
Diese Regel gilt immer beim Bloggen und deswegen finde ich es auch nicht so wichtig, dass jeden Tag etwas erscheint, sondern dass Sinn macht, was erscheint. Gut recherchierte, längere Beiträge machen mir persönlich mehr Spass, als Texte von denen man auf den ersten Blick sieht, dass sie einfach schnell, schnell hingeschrieben wurden.


Ihr seht, dass es durchaus mehrere Möglichkeiten gibt, einen Buchblog lebendig zu füllen, ohne ständig lesen zu müssen. Schliesslich haben wir alle noch ein Leben nebenbei, das ebenfalls Aufmerksamkeit und Zeit braucht.